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Aktuelle Nachrichten

28.03.2014

Eine Ära geht zu Ende

Die letzten drei Barmherzigen Schwestern verlassen Teisendorf.


Landrat Georg Grabner mit (v.l.) Schwester M. Emberta, Schwester M. Ingenia, Generaloberin Schwester M. Theodolinde und Oberin Schwester M. Cleta

Auch die Pfarrgemeinde mit Pfarrer Johannes von Bonhorst, Kirchenpfleger Ernst Aicher und PGR-Vorstand Alois Tannbichler verabschiedete die Schwestern.

Die liebgewordene Katze der Seniorenwohnanlage bleibt in Teisendorf, dafür bekamen die scheidenden Schwestern von Verwaltungsdirektor Mathias Rauwolf eine andere Katze.

Voll besetzt war die Kapelle beim Dankgottesdienst.

Die letzten drei Barmherzigen Schwestern verlassen dieser Tage die Seniorenwohnanlage mit Pflegeheim St. Elisabeth in Teisendorf. Nicht fassen konnte die Kapelle in St. Elisabeth die Besucher, Mitschwestern des Ordens, kirchliche und politische Vertreter Teisendorfs und die vielen Teisendorfer Bürger, die sich von Hausoberin Schwester M. Cleta Schmalzl,  Schwester M. Emberta Wimmer und Schwester M. Ingenia Mayr in einem Dankgottesdienst am Mittwoch, 26. März 2014, verabschiedeten. Die Gesänge von den Moa-Geschwistern, Cäcilia Sommer (Orgel) und Johanna Aicher (Trompete) gaben dem von Spiritual Pater Robert Lachenschmid SJ, Teisendorfs Pfarrer Johannes von Bonhorst und Pfarrvikar Horst Kress zelebrierten Gottesdienst die festliche Begleitung.

„Abschied gehört zum Leben. Leben ist ein ständiger Abschied - bewusst und unbewusst, Abschied von jeder Sekunde, von jedem Augenblick. Abschied gehört in die Welt der Zeitlichkeit und Vergänglichkeit und ist immer wieder notwendig,“ so Pater Lachenschmid in seiner Predigt. Dass es keine Schwestern als Nachfolger für sie geben werde, sei das ganz besonders Schmerzliche an diesem Abschied. Das Haus jedoch bleibe in den bewährten Händen der Kongregation. „Schmerz und Leid über diesen Abschied dürfen aber nicht bestimmen. Bestimmen muss der Dank. Über 100 Jahre waren die Barmherzigen Schwestern hier. Dankbare Herzen sind ein Geschenk und Gott ist der Schenkende. Er hat uns beschenkt und wir sind die Beschenkten.“ Pater Lachenschmid zitierte dazu die hl. Edith Stein: Wie ist mein Herz voll Dankbarkeit, wenn ich zurückschaue auf die wunderbaren Fügungen Gottes in meinem Leben.  „Voll Vertrauen sollen wir in die Zukunft gehen und der hl. Vinzenz von Paul lebte dieses Vertrauen vor: Vertraue auf Gott! Dieses Vertrauen ist Hoffnung und in diesem Vertrauen dürfen wir bitten und in diesem Vertrauen werden wir erhalten. Vertrauen wir uns und das Heim der Patronin der Kongregation, der Mutter Gottes, und der Patronin des Hauses, der hl. Elisabeth, an.

Im sich dem Gottesdienst anschließenden Festakt zur Verabschiedung der Teisendorfer Schwestern im Speisesaal der Seniorenwohnanlage übernahm es Generaloberin Schwester M. Theodolinde Mehltretter, in die Begrüßung der anwesenden Gäste den Dank einzubringen. Sie begrüßte den scheidenden Bürgermeister Franz Schießl und wünschte sich, dass auch dem künftigen Bürgermeister Thomas Gasser das Haus so am Herzen liege. Für alle Mitarbeiter brachte sie die hohe Wertschätzung zum Ausdruck: Menschen froh machen, wie die hl. Elisabeth sagt, und "Liebe sei Tat" nach Vinzenz von Paul – in diesen Sätzen liegt der Dienst der erbarmenden Liebe. Der neuen Heimleitung mit Andreas Steinmaßl und Romy Radman-Außerstorfer wünschte sie als Ersatz für die Schwestern weiterhin viele ehrenamtliche Helfer, die die entstandene große Lücke schließen sollen und dankte der Heimfürsprecherin Anna Gerhartsreiter. „In dem nun in weltliche Hände gelegten Haus bleibt die Hauskapelle als Mittelpunkt weiterhin für alle offen“, so die Generaloberin, und die Verbundenheit zum benachbarten Kindergarten mit Sr. Brigitte als Leiterin liege ihr sehr am Herzen. „Gute Wünsche leben aus der Hoffnung und geben einen Ausblick in die Zukunft. Sr. Theodolinde dankte Sr. Cleta, Sr. Emberta und Sr. Ingenia für ihren selbstlosen, unermüdlichen Einsatz bis an das Ende der Kräfte mit einem herzlichen Vergelt's Gott und den Worten: „Lassen wir Gott walten.“

„Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sie nicht mehr das Bild prägen und segensreich wirken.“ Landrat Georg Grabner erinnerte in seinem Dank an die Arbeit der Barmherzigen Schwestern im ehemaligen Krankenhaus, wo ihm noch gut Oberin Sr. Winfrieda im Gedächtnis sei. Es sei ein großer Einschnitt für Teisendorf und die ganze Region. „Die Schwestern waren einfach da! – Im Leben und im Sterben!“ Die Heimaufsicht des Landratsamtes stelle dieses Haus an die Spitze der Pflegeheime des Landkreises. „Sie werden uns fehlen, wir werden ein Stück ärmer werden. Es bleibt die Dankbarkeit.“ Er verabschiedete sich mit dem irischen Segenswunsch: „Möge es in deinem Leben keine verschenkten Tage geben, aber Tage, die du verschenkt hast.“

„Ein schmerzvoller Abschied in großer Dankbarkeit“ – Bürgermeister Franz Schießl ging kurz auf die Geschichte der Schwestern in Teisendorf ein und auf die große Baumaßnahme mit der Errichtung der Seniorenwohnanlage, einem neuen Haus zum Wohlfühlen mit starker Verwurzelung in Teisendorf. „Ihr füllt die Worte der hl. Elisabeth mit Leben: Wir müssen die Menschen froh machen!“ Die Besuche der Teisendorfer Vereine hier im Haus zeigen die tiefe Verbundenheit.

„Für mich war es in den zurückliegenden Weihnachtstagen das erste Mal, dass ich in einem Rundgang durch das Haus den Bewohnern meine Wünsche überbringen durfte und für die Schwestern war es das letzte Mal,“  so Pfarrer Johannes von Bonhorst. Er habe dabei die gelungene Architektur, aber besonders den „Geist“, der begeistert, spüren dürfen. „Im Gedanken an das Loslassen und die Dankbarkeit für das segensreiche Wirken soll es ein Weitermachen in diesem Geist geben.“

Auch Verwaltungsdirektor Mathias Rauwolf dankte den scheidenden Schwestern für ihren unermüdlichen Dienst und wünschte ihnen für Zukunft alles Gute. Schwester Cleta übernimmt neue Aufgaben im Schwesternheim Bad Adelholzen, Schwester  Emberta und Schwester Ingenia ziehen ins Schwesternaltenheim St. Hildegard in Alzing.

„Ich erkenne wohl die hohen mir von den Schwestern vorgegebenen Maßstäbe“, so der neue Heimleiter Andreas Steinmaßl, und er sehe mit diesen Maßstäben zusammen mit Pflegedienstleiterin Romy Radman-Außerstorfer mit Zuversicht in die Zukunft des Hauses.

Es oblag Hausoberin Sr. Cleta, in sichtlich bewegten Worten sich auch im Namen ihrer Mitschwestern von Teisendorf zu verabschieden. „Ein Abschied von einer liebgewonnen Aufgabe, von liebgewonnenen Menschen, vom liebgewonnenen Teisendorf.“ Sie dankte für ihre 17 Jahre in Teisendorf, eine gute, herausfordernde Zeit. Sie wünschte ihrem Nachfolger Andreas Steinmaßl eine glückliche Hand und Gottes Segen und dankte den Mitarbeitern für ihre Offenheit, Wertschätzung und das entgegengebrachte Vertrauen. Ihr Dank galt den Seelsorgern, den ehrenamtlichen Helfern, der Gemeinde mit Bürgermeister und dem Kindergarten für die gute Nachbarschaft und die Besuche. Sie bedankte sich besonders auch bei Cäcilia Sommer, Johanna Aicher und den Moageschwistern für die wunderschöne musikalische und gesangliche Gestaltung des Gottesdienstes und der Verabschiedung und bei dem bekannten Mundartdichter Karl Robel für das gelungene Gedicht. „Das Vergangene, das Heute und das Morgen lege ich in Gottes Hände!“

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Text und Fotos: Rosa Fürmann/www.roha-fotothek.de


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